Poems

Wiederkehr des Anfangs

Unter lockerem Schnee
verbergen sich die besonders reichen Samenbäume von Eicheln des Vorjahres nicht vollkommen unentdeckt.

Hier und da sehe ich, wie im makellos weißen Laken ein Sternenmuster einer Wildkreuzung

viele Tierspuren auf braun erdige Flecken hinführen.

Es sieht lustig aus, als hätten die Tiere –

Hasen, Kaninchen, Maulwürfe, Rehe, Füchse, Dachse, Nutria, Waschbären, Krähen, Elstern, Buntspechte, Marder, Mäuse, Wiesel, Eichelhäher, Wildschweine –

in all ihrer Unterschiedlichkeit

die wärmende Energie hervorgebracht in ihren Schritten, die sich magisch an den Eichengründen kreuzen,

um einige dieser Eicheln hervor zu scharren und zu fressen,

andere wiederum neu als Vorrat für diese klirrenden Winternächte zu verstecken

in Maulwurfshügeln der Wiese

und andere zu verschleppen an Orte, wo sie später keimend heranwachsen. Wenn kaum noch etwas zu finden ist, sind es diese wertvollen Keime, die zum Überleben dienen werden,

bevor das Leben in der Natur neu erwachen wird.

Diese Keime – unter jedem alten fruchtenden Baum sind es Millionen –

sie beginnen ein neues Baumleben.

Es soll in der Lebensspanne einer zweihundertjährigen Eiche nur ein einziger Nachkömmling unter ihnen sein, der es schafft,

wiederum zu einem Giganten Ahnenbaum zu werden.

Nun begreife ich die Selbstlosigkeit der Eichen aus dieser Perspektive des Eichhörnchens und freue mich an der Verschwendung dieser Wesen.

Ich denke an die nie versiegende Großzügigkeit meiner tibetischen Meister, ihr strahlendes Lachen in mein ahnungsloses, staunendes, kindliches Gesicht.

Im gleißenden Sonnenlicht des Neujahrestages der Tibeter öffne ich meine Sinne der Helligkeit und dem allgegenwärtigen Segen.

Ich atme die Frische und Klarheit des Lichtes

und lausche in die Weite der Stille aus der Gelassenheit meines Herzens.

Mögen alle fühlenden Wesen zu einem Geist verschmelzen und Frieden erfahren!